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DKMS

Die Deutsche Knochenmarkspenderdatei

Anlass zur Gründung der DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei war das Schicksal der leukämiekranken Mechtild Harf. Anfang der 90er Jahre war die Chance, einen passenden "genetischen Zwilling" zu finden, gleich Null - es gab bundesweit gerade einmal 3.000 potenzielle Stammzellspender. 

Im Jahr 1991 begann die DKMS mit ihrer Arbeit. Das Ziel: Patienten, die an Leukämie oder anderen lebensbedrohlichen Erkrankungen des blutbildenden Systems leiden, die Hoffnung auf Heilung zu geben.

Zentrale Aufgabe war und ist der Aufbau, die Pflege sowie der Ausbau einer Datenbank potenzieller Knochenmark- und Stammzellenspender. Die DKMS ist eine anerkannt gemeinnützige und wohltätige Organisation.

Die Anschubfinanzierung gab es von der Deutschen Krebshilfe und dem Bundesministerium für Gesundheit. Darüber hinaus finanzierten die Krankenkassen die Pflege der vorhandenen Daten. Inzwischen ist die DKMS für den weiteren Ausbau der Datei auf Spenden angewiesen.

Die DKMS beschäftigt unter anderem in Tübingen und Köln rund 60 feste oder Teilzeit-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie alle haben ein Ziel vor Augen: Menschen zu gewinnen und zu betreuen, die mit ihren Stammzellen zum Lebensretter eines Todkranken werden können. Die DKMS organisiert mit der Hilfe privater Initiativen und Unternehmen Typisierungsaktionen. Zahlreiche Unternehmen haben sich bis heute mit einer Aktion in ihrem eigenen Unternehmen am Wettlauf ums Leben beteiligt.

Jedes Jahr werden auf diese Weise zwischen 70.000 und 100.000 neue potenzielle Stammzellspender gewonnen. Unterdessen wurde diese Datei auf einen Bestand von mehr als 2,2 Millionen potenziellen Stammzellspendern ausgebaut. Sie ist damit die weltweit größte Stammzellspenderdatei.

Die DKMS arbeitet mit internationalen Organisationen zusammen. Immerhin bietet jede zweite Stammzellspende einem Menschen im Ausland die Chance auf eine vollständige Heilung.

Außerdem fördert die Mutterorganisation der DKMS, die Deutsche Stiftung Leben Spenden, die Forschung auf dem Gebiet der Bekämpfung der Erkrankungen des blutbildenden Systems. Sie engagiert sich auch für das Projekt zur Gewinnung von Stammzellen aus Nabelschnurblut. Darüber hinaus unterstützt die im Jahr 1997 gegründete Stiftung die Selbsthilfegruppe Selp und finanziert den bundesweiten Fortbildungskongress für Ärzte, Pflegekräfte, Patienten und Angehörige im Rahmen der Europäischen Woche gegen Leukämien und Lymphome.

Die Deutsche Stiftung Leben Spenden vergibt seit 2001 den "Mechtild-Harf-Preis". Mit ihm werden herausragende Forschungen auf dem Gebiet der Erkrankungen des blutbildenden Systems gefördert sowie Initiativen, die sich um den Ausbau der Datei besondere Verdienste erworben haben.

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