Typisierung

Wie man zum potenziellen Stammzellenspender wird

Die Suche nach einem passenden Spender für einen Patienten gestaltet sich als „Suche nach der Nadel im Heuhaufen“, jeder vierte Kranke stirbt, noch bevor ein passender Spender gefunden wird. Und nur ein „genetischer Zwilling“ kann hier helfen. Bei einer so genannten Typisierung wird nach diesem „Zwilling“ gesucht. Dabei werden etwa fünf Milliliter Blut entnommen und im Labor nach bestimmten Gewebemerkmalen analysiert.

Um die Gesundheit des potenziellen Spenders sicherzustellen, werden die üblichen Untersuchungen durchgeführt. Damit schließt man auch letzte Risiken aus. Eine Typisierung kann unter anderem bei jedem Hausarzt durchgeführt werden. Das dazu nötige Blutabnahmematerial wird auf Anforderung zugeschickt.

Seit einiger Zeit kann die Typisierung auch durch die Abgabe einer Speichelprobe mittels Wangenabstrich durchgeführt werden. Die dafür notwendigen Materialien („buccal swabs“) bekommt der Interessierte ebenfalls auf Bestellung.

Die gewonnenen Daten werden anonym im ZKRD (Zentrales Knochenmarkspenderregister für Deutschland) in Ulm gespeichert. Hier gehen nicht nur Anfragen für Patienten aus Deutschland, sondern aus der ganzen Welt ein. Erst wenn es eine konkrete Übereinstimmung gibt, wird der potenzielle Spender informiert.

Wenn Sie sich typisieren lassen möchten, setzen Sie sich mit uns in Verbindung, wir helfen Ihnen bei der Suche nach dem richtigen Ansprechpartner.

Leider sieht das Gesundheitssystem keine Finanzierung der Typisierungen vor. Daher müssen die Organisationen, die Laborkosten für die erste Erst-Typisierung in Höhe von jeweils 50 Euro aus Spendenmitteln finanzieren. Daher freuen wir uns darüber, wenn Sie einen Beitrag zur Finanzierung leisten würden.