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Po Keung Cheung berichtet in seinem Online-Tagebuch von seinen persönlichen Erlebnissen auf dem Rad und kommentiert aktuelle Nachrichten aus der Radsportszene.

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Samstag, 2. Mai 2009 - 21:32 Uhr
Malle vom Krankenbett aus

Eigentlich ist der Mittelmeer-Raum für seine äußerst gesunde Küche berühmt. Doch ausgerechnet diese holt mich am Tag sechs des diesjährigen Trainingsaufenthaltes auf Mallorca vom Sattel.

Mit schweren Magenschmerzen wurde ich zuerst zur nächsten Ärztin und dann ins Krankenhaus gebracht. Dort stellten die Ärzte glücklicherweise keinen zunächst vermuteten Blinddarmdurchbruch, wohl aber eine toxisch bedingte Gastritis fest. Mein Magen hat die Ernährungsumstellung wohl nicht so ohne weiteres verkraftet. Hinzu kommt, dass ich allergisch auf einige Lebensmittel reagiere.

Die gute Nachricht: Das geht nach einer Weile vorüber, die schlechte allerdings: Bis auf Weiteres darf ich nichts essen, nichts trinken und muss am Tropf hängen. Das soll heißen, dass ich nicht trainieren darf, sondern im Krankenhaus bleiben muss. Traurig, aber wahr. Dass ich wenigstens ausreichend versichert bin und die Kosten für die Behandlung übernommen werden, tröstet mich nun nicht wirklich.

Aber heute, am Tag nach der stationären Aufnahme, ein Lichtblick: Mein behandelnder Arzt erlaubt es mir, ab Mittag wieder etwas zu trinken, am späten Nachmittag sogar wieder etwas zu essen. Des Weiteren ist das "Clinica Juaneda" in Palma hervorragend ausgestattet, nicht nur eine deutsche Patientenbetreuung gibt es hier (Dank an Anni und Monika! ) sowie eine deutsche Patientenbroschüre (siehe Foto), sogar einen (allerdings kostenpflichtigen) Netzwerkzugang im Krankenzimmer, so dass ich wenigstens mit meinem Notebook, den mir Teamkollege und (Hotel-) Zimmergenosse Jörg vorbeibrachte, ins Internet gehen und unter anderem diesen Text schreiben kann.

Insgesamt ist das Gröbste überstanden und so hoffe ich, dass ich morgen die Klinik wieder mit dem Hotel tauschen kann - und dass ich übermorgen wieder auf das Rad steigen darf. Immerhin habe ich noch eine Woche Malle vor mir.

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Samstag, 6. September 2008 - 21:56 Uhr
Legales Doping

Es ist mittlerweile Tradition, dass wir am Tag vor dem Rennen einen schönen Ort in Hamburg-Winterhude aufsuchen, einen kleinen Laden namens "elbgold Kaffee" am Holstenkamp. Hier gibt es edle Sorten aus aller Welt - direkt vor den Augen geröstet, kein Café im eigentlichen Sinne, sondern Rösterei mit Sitzgelegenheit, keine Massenware, sondern sorgfältig ausgewählte und absolut leckere Sorten.

Bei Annika und Thomas können wir uns noch einmal bei herrlichen Kaffees entspannen, bei ihnen fühlen wir uns und vor allem fühle ich mich wohl. Heute habe ich zwei kräftige Sorten ausprobiert, eine aus Papua Neu Guinea und einen Regenwaldkaffee aus Äthiopien. Dazu ein köstliches Erdbeertörtchen. Ich weiß, das ist keine ideale Sportlernahrung, aber eine Sünde wert...

Beschreiben kann man das nicht, ich kann nur dazu aufrufen, selbst einmal zu meinem Lieblingsplatz in Hamburg zu fahren und zu genießen.

www.elbgoldkaffee.de

Annika & Thomas: Vielen, vielen Dank und liebe Grüße, bis zum nächsten Mal!

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Freitag, 5. September 2008 - 22:53 Uhr
Angekommen

Heute Vormittag ging es los: Die Räder aufs Dach, die Taschen in den Kofferraum und ab nach Hamburg. Vier ruhige Stunden auf der Autobahn und schon bogen wir über den Horner Kreisel in die Hansestadt ein. Im Hotel eingecheckt und ab zum Gänsemarkt.

Dort gibt es die Startunterlagen und wir dürfen uns freuen: mit den roten VIP-Startnummern (siehe Jörg auf dem Bild) dürfen wir am Sonntag ganz vorne stehen! Das ist wichtig für unser Projekt, schließlich wollen wir Werbung für die Stammzellspende haben und da können wir von der öffentlichen Aufmerksamkeit gar nicht genug bekommen.

Und wenn wir schon mal dabei sind: Sowohl "Die Welt" als auch das "Hamburger Abendblatt" berichten von unserer Teilnahme, letzteres sogar in einer Sonderbeilage. Danke!

Jetzt müssen wir nur noch heil ins Ziel kommen - aber das wird schon!

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Mittwoch, 3. September 2008 - 13:41 Uhr
Hamburg, we are back!

Am kommenden Wochenende ist es wieder soweit, es geht wieder auf die Schleife rund um Hamburg. Die Vattenfall-Cyclassics ist für unser Team mittlerweile zu einer Traditionsveranstaltung geworden. Unser Projekt hat dort zum ersten Mal für die Stammzellspende geworben und macht es seitdem auch jedes Jahr.

Unser prominentes Team-Mitglied Kurt Bodewig ist diesmal auch dabei und wird gemeinsam mit uns starten. Der Politiker ist nur ein treuer Unterstützer, sondern auch zu einem Freund der Mannschaft geworden. Wir können auf ihn zählen, warauf wir auch sehr stolz sind.

In diesem Jahr wollte ich eigentlich wieder die große 155 Kilometer lange Runde fahren. Allerdings hat sich im Juli mein linkes Knie bemerkbar gemacht und sowohl Orthopäde als auch Physiotherapeut haben mir deutlich gemacht, dass ich mein Knie lieber schonen sollte. Somit habe ich beschlosse, diesmal "nur" 100 Kilometer zu fahren. Ich hoffe, dass alles schmerzfrei über die Bühne geht. Zum Glück halten sich die Beschwerden derzeit in Grenzen.

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